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Indoktrination statt Bildung – Ein Apolut-Gespräch mit Markus Fiedler und Kay Klapproth

Im Apolut-Interview sprach der Immunologe Kay Klapproth mit Markus Fiedler über Indoktrination und geheimen Unterricht an unseren Schulen – und über die Zustände an unseren Universitäten.

Kay Klapproth und Markus Fiedler sind nicht nur beide ausgebildete Biologen, sondern arbeiten auch als Lehrer. In diesem Gespräch, das zuerst bei Apolut erschienen ist, geht es um Schüler, Studenten, Lehrer und Wissenschaftler. Es geht aber auch um grundsätzliche Fragen: Wie viele Geschlechter gibt es? Funktionieren Impfungen? Was ist Wissenschaft? Und darum, wie unser Bildungssystem zunehmend zur Indoktrination der jungen Generation missbraucht wird.

Ein Vorgang, der sich an Schulen in Baden-Württemberg ereignete, ist alarmierend: Ein privater Verein namens „Impf-Dich!“ durfte an öffentlichen Schulen Impfunterricht in siebten Klassen durchführen (IDA berichtet hier und hier). Dabei wurden nicht nur Impfungen beworben, sondern im Rahmen einer Studie auch Fragebögen ausgefüllt und die Impfpässe der Kinder kontrolliert. Nun stellt sich heraus, dass Schulen, Eltern und Schüler über die wahren Hintergründe des Projekts nicht informiert wurden. War das Vorgehen des Vereins, an dem sich neben kommunalen Behörden wie dem Gesundheitsamt auch die Universität und das DKFZ beteiligten, überhaupt zulässig?

Die Initiative für Demokratie und Aufklärung aus Heidelberg befasst sich seit eineinhalb Jahren intensiv mit diesen Vorgängen und hat die zugänglichen Hintergrundmaterialien zu dem Projekt umfassend analysiert. IDA-Vorsitzender Klapproth erklärt hierzu:
„Das Ziel war nicht, das Wissen der Schüler über Impfungen und Immunsystem zu erweitern. Das Ziel war ganz klar, die Impfquote zu erhöhen.“

Die zentrale Intervention der Studie war eine Unterrichtsveranstaltung, getarnt als Aufklärungsunterricht. Nach bisherigem Kenntnisstand sei kein Schüler in der Lage gewesen, sich dieser „Aufklärung“ zu entziehen. Schüler, Eltern und Lehrer seien nicht ausreichend über die tatsächlichen Abläufe und den Umfang der Studie informiert worden. Damit seien Kinder faktisch zu Teilnehmern einer Interventionsstudie geworden, ohne dass dies offen benannt worden sei. (IDA berichtete)

Kann eine Maßnahme wirklich freiwillig sein, wenn sie innerhalb des regulären Unterrichts stattfindet und kein alternatives Angebot vorgesehen ist? Im Interview berichtet Klapproth, dass das Regierungspräsidium lediglich eine Erhebung genehmigt habe und diese möglichst außerhalb des regulären Unterrichts stattfinden sollte.

Die Unterrichtsinhalte sind nach wie vor geheim. Sowohl die am Impfunterricht beteiligten Akteure als auch das Regierungspräsidium weigern sich, die Unterrichtsmaterialien freizugeben und damit die notwendige Transparenz zu schaffen. Ein ungeheuerlicher Vorgang, gegen den die IDA inzwischen auch mit Unterstützung von Rechtsanwältin Beate Bahner juristisch vorgeht.

Klapproth und Fiedler diskutieren über die zunehmende Verhaltenssteuerung an Schulen – durch Lehrbücher, aber auch durch Gruppierungen, Vereine und NGOs, die sich verstärkt an Kinder und Jugendliche im schulischen Raum wenden, dort aber nur unzureichend kontrolliert werden. Dabei werde immer offensichtlicher, dass die an Schulen eingesetzten Inhalte und Methoden der Verhaltenssteuerung nicht mit dem Beutelsbacher Konsens vereinbar seien.

Im weiteren Gespräch gehen die beiden auch auf die Zustände an Universitäten ein. Es geht um den Druck, der auf Wissenschaftler, Studenten und Lehrer ausgeübt wird, wenn sie bei Themen wie Klimawandel, Pandemie, Impfungen oder Geschlechterfragen von der vorherrschenden Meinung abweichen. Klapproth, der seine Position als akademischer Rat an der Universität Heidelberg im Jahr 2022 aus Protest gegen die Impfnachweispflicht und die Diskriminierung Ungeimpfter aufgegeben hat, berichtet über die eigenen Erfahrungen, die ihn zu diesem Schritt bewogen haben.
 
 


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